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Buchtipp von Jürgen Heuel
20. Oktober 2010
Nun hat auch Louise Straus-Ernst ihre Ehrung erhalten. Der Saal für Wechselausstellungen in dem nach ihrem Mann benannten "Max-Ernst-Museum" in Brühl trägt nun ihren Namen. Louise Straus wurde 1893 in Köln als Kind einer jüdischen Kaufsmannsfamilie geboren. An der Universität Bonn lernte sie während ihres Studiums der Kunstgeschichte Max Ernst kennen. Was damals noch fast sensationell für eine Frau war: sie promovierte 1917 in Kunstgeschichte. 1918 heiratete sie Max Ernst. 1920 wurde ihr Sohn Jimmy geboren. 1922 kam die Trennung von Max Ernst wegen einer Affäre mit Gala Eluard, der Frau eines Pariser Malerkollegen von Max Ernst. Sie arbeitete in Köln als Kritikerin und Journalistin für Zeitungen, Zeitschriften und Radio. Nach der Trennung von Max Ernst wohnte sie mit ihrem Sohn Jimmy und einem Hausmädchen eine Zeit lang in Sülz in der Emmastraße 27 (Hier erinnert ein Stolperstein an ihr Schicksal). 1933 emigrierte sie nach Frankreich, wo sie weiter publizistisch tätig war. Ab 1940 versuchte sie nach New York zu ihrem bereits emigrierten Sohn Jimmy auszureisen. Die Einreise in die USA wurde ihr aber verweigert. 1943 wurde sie von den Nazis verhaftet, kam in das Lager Drancy bei Paris. Am 30. Juni 1944 wurde sie mit dem vorletzten Zug nach Auschwitz deportiert.
Die Abbildung zeigt ihr Buch "Nomadengut", ihre Memoiren, die sie 1941/42 im französischen Exil schrieb. Das Buch ist erschienen in der Reihe Irgendsowas - Materialien zur Kunst des 20. Jahrhunderts. Verlegt vom Sprengel Musuem Hannover. Herausgegeben von Ulrich Krempel. ISBN 3-89169-149-1 Das Buch enthält viele Fotos aufgenommen u.a. von August Sander.

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